Kategorie: Allgemein

  • Erneute Hitzewelle  

    Hitzetote und gesundheitliche Risiken – und was dagegen zu tun ist

    von Willi Mast

    Eine neue Hitzewelle ist im Anmarsch – mit erheblichen gesundheitlichen Folgen. Besonders betroffen sind ältere Menschen, Kleinkinder, Schwangere, Menschen in ungünstigen Wohnverhältnissen, Obdachlose – und Millionen von Arbeiterinnen und Arbeitern, die in nicht klimatisierten Werkshallen oder im Freien oft unter Extremtemperatur Schwerstarbeit leisten müssen. 

    5100 Menschen starben laut Robert-Koch-Institut allein in der Hitzewoche vom 22.-28. Juli. In NRW hat sich die Zahl der Hitzetoten gegenüber dem Vorjahr vervierfacht. Meist waren es Senioren  mit Vorerkrankungen wie Diabetes, Lungen-, Nieren- und Herzerkrankungen, Morbus Alzheimer und Parkinson. 

    Unter normalen Bedingungen wird unsere Temperatur über Schweißbildung, vor allem aber über Blutumverteilung in den Blutgefäßen reguliert. Diese Regulation kann aber gestört werden – durch Extremhitze und Überanstrengung, mangelnde Flüssigkeitszufuhr, durch Vorerkrankungen – und auch durch Medikamente, z.B. Blutdrucksenker, Entwässerungstabletten, bestimmte Antidepressiva. 

    Dann kann ein Hitzestau, ein „Hitzschlag“, ein Kreislaufzusammenbruch auftreten mit der Gefahr eines tödlichen Komas. Erste Anzeichen: Kopfschmerzen, Benommenheit, Schwindel. Dann sind das Aufhalten im Kühlen, Flüssigkeitszufuhr, kühlende Umschläge im Nacken und auf der Stirn, an Beinen und Brustkorb wichtige Maßnahmen. Manchmal ist auch ärztliche Mitbehandlung ratsam oder sogar eine Krankenhauseinweisung nötig. 

    Notwendige Schutzmaßnahmen

    Bei älteren Menschen sollte die soziale Umgebung Mitverantwortung übernehmen – Familie, Nachbarn, Freunde.   Oftmals vergessen Senioren zu trinken oder überschätzen auch die Anpassungsfähigkeit ihres Organismus. Blutdruckmedikamente müssen zum Teil niedriger dosiert werden. Auch die kühle Lagerung der Medikamente wird oft nicht beachtet – bereits bei kurzer Hitzeeinwirkung kann ein Wirkungsverlust eintreten. Arztpraxen, Pflegedienste  und soziale Einrichtungen sollten entsprechende Info-Flyer bereithalten (z.B. https://daebl.de/Od9o oder über das Gesundheitsnetzwerk KLUG)

    Am Arbeitsplatz muss auf eine strikte Einhaltung der Arbeitsschutzverordnungen geachtet – und oft auch dafür gekämpft werden. Ab 30 Grad müssen entsprechende Schutzmaßnahmen durchgeführt bzw. bereitgestellt werden. Ab 35 Grad ist eine Arbeit nicht mehr möglich. Entsprechende Regelungen gelten auch für den Schulunterricht. 

    Klimaschutz – zur Systemfrage geworden 

    Der Zusammenhang von Hitze und Extremwetterlagen mit dem Übergang in eine Klimakatastrophe wird heute von keinem ernsthaften Wissenschaftler mehr geleugnet. Im Gegenteil: die Forderung nach radikalem Klimaschutz wird immer lauter. Und auch der Protest gegen die herrschende Politik, die den Klimaschutz in einer dramatischen Situation noch weiter zurück fährt. Es ist unfassbar und empörend, wenn gleichzeitig unbegrenzte Milliardenbeträge für Kriegsvorbereitung bereit gestellt werden. Das ist auch ein Krieg gegen die Natur und unsere Lebensgrundlagen, der nur durch eine Massenbewegung von Arbeiter-, Umwelt- und Friedensbewegung gestoppt werden kann. Wir können und wir müssen diesem bewusst betriebenen Zerstörungsprozess skrupelloser Monopole, Finanz-Oligarchen und imperialistischer Regierungen endlich Einhalt gebieten. Klimaschutz ist zu einer Systemfrage geworden…

    Kommunaler Klimaschutz

    Ganz aktuell geht es neben dem Gesundheitsschutz auch um Maßnahmen zum kommunalen  Klimaschutz, die dringend durchgesetzt werden müssen:  Entsiegelung und Begrünung der Städte, Wasserflächen und Wasserspielplätze, Trinkwasserbrunnen, Rückhaltebecken für Extrem-Niederschläge und bauliche Veränderung im Sinne es passiven Hitzeschutzes. Für Krankenhäuser, Pflegeheime und Schulen werden künftig Klimaanlagen benötigt – auch wenn Klimaanlagen die Städte noch stärker aufheizen. Zurecht fordert der Deutsche Städtetag dafür Unterstützung in Milliardenhöhe aus dem „Sondervermögen“.

  • Gaza – zur humanitären Situation und den Möglichkeiten der medizinischen Hilfe

    23.7.26 – Ein Bericht von Willi Mast über die Veranstaltung in der Universität Köln

    Eingeladen hatten: die IPPNW, medico international, Care (und Vereinigung der humanitären NGOs Deutschlands) und Re-move Kids.
    Die Veranstaltung war mit ca. 150 TeilnehmerInnen gut besucht – ein Erfolg gegenüber den Kräften, die auch in Köln jede Veranstaltung und Aktivität zur Palästina-Solidarität als antisemitisch diffamieren und unterdrücken wollen.
    In den Beträgen der OrganisatorInnen wurde das Ausmaß des Völkermords deutlich, der sich vor den Augen der Weltöffentlichkeit abspielt: die systematische Zerstörung der Infrastruktur – Strom, Wasser, Treibstoffe – und der medizinischer Einrichtungen in Gaza, die Inhaftierung und Ermordung von ÄrztInnen und medizinischen Fachkräften, der Boykott von medizinischen Hilfslieferungen, die Zusammenpferchen auf engstem Raum und das Aushungern der Bevölkerung… All das wurde anhand von Bildern, Daten und persönlichen Berichten deutlich, insbesondere der Ärzte, die über eigene Erfahrungen und die zahlreichen Ermordeten aus ihren Familien berichteten.
    Die Aktivitäten von Hilfsorganisationen wie medico international wurden inzwischen weitgehend unterbunden durch die Netanjahu-Regierung. Lebensnotwendige Medikamente, Geräte und Hilfsmittel werden blockiert. Mehr als 20 000 schwer Erkrankten und Verletzten, ein großer Teil davon Kinder, wird die Ausreise und Verlegung in Kliniken außerhalb von Gaza verweigert. Alles unter dem Vorwand, „den Hamas-Terror zu bekämpfen“. Unter diesen Bedingungen weiterhin medizinische Hilfe zu leisten, ist ein Ausdruck tiefster Humanität. Das sollte diejenigen beschämen, die heute noch zu dem Genozid schweigen oder ihn sogar noch mit Waffen unterstützen.
    Über die Solidaritätsbewegung mit Dr. Abu Safiye wurde berichtet – ein palästinensischer Arzt, der seit 18 Monaten ohne Grund und Anklage inhaftiert ist. Über eine Initiative in verschiedenen deutschen Städten, schwer verletzte Kinder zur Behandlung hier aufzunehmen, auch mit der Unterstützung von Bürgermeistern einiger Städte wie Marburg.


    Welche Möglichkeit gibt es überhaupt noch, medizinische Hilfe zu leisten? In der Diskussion wurde der Solidaritätspakt mit Al Awda vorgestellt und die Spendenkampagne zur Soforthilfe und zum Wiederaufbau eines Krankenhauses. Mit vielfältigen Aktivitäten wurden inzwischen 600 000 Euro gesammelt. Wichtig ist die Verbindung mit der Öffentlichkeitsarbeit, um den politischen Druck zu erhöhen, auch auf die deutsche Regierung. „Die wissen alle sehr wohl, was sich in Gaza abspielt“, berichtet eine NGO-Aktivistin, „aber sie sagen und machen nichts…“
    Mehrere Initiativen wurden vorgestellt, auch ein Aufruf von Medizin-StudentInnen aus Nablus/Palästina und der medizinischen Fachschaft der Uni Köln. Viel Beifall erhielt der Beitrag einer Journalistin, die auf die UN-Charta für Menschenrechte und auf das internationale Recht zum Umgang mit Kriegsverbrechern verwies und die Mitverantwortung der deutschen Regierung anprangerte.
    „Free, free Palestine“ am Ende der Veranstaltung – ein Ausdruck der gemeinsame Überzeugung: Die Menschlichkeit und die internationale Solidarität werden am Ende stärker sein als die menschenverachtende imperialistische Gewalt.
    Einzelne pro-israelische Aktivisten zogen es an diesem Abend vor, lieber zu schweigen…

  • Gaza: Humanitäre Situation und Möglichkeiten der medizinischen Hilfeleistung

    Zentrale Fragen des Abends:

    • Wie kann humanitäre Hilfe besser nach Gaza kommen?
    • Wie kann Kindern bei einer Evakuierung nach Deutschland geholfen werden?

    Referent*innen

    Anica Heinlein

    Care Dtld und Vorsitzende von Venro der Vereinigung der humaniträen NGOs Deutschlands.

    medico international

    Bericht über aktuelle Hilfsprojekte in Palästina

    Re-Move kids

    Die Marburger Initiative setze sich für Kinder mit amputierten Gliedmaßen und schweren Verletzungen ein

    Ort

    Uni Köln, Hörsaal C

    Lageplan Hörsaalgebäude

    Einladung als PDF

  • Medizinische Nothilfe für Gaza – Einladung zu Diskussionsveranstaltung an der Ruhr Universität Bochum

    Medizinische Nothilfe für Gaza – Einladung zu Diskussionsveranstaltung an der Ruhr Universität Bochum

    Die Gaza AG Bochum des Jugendverband Rebell lädt ein!

    Am 15.07.2026 um 18:30 im Gebäude der Medizinsichen Fakultät (Hörsaal HMA 40) wird es eine interessante Veranstaltung zur Frage der medizinischen Nothilfe in Krisen- und Kriegsgebieten geben.

    Im Zentrum wird dabei die katastrophale Situation in Gaza und der Erfahrungsbericht des Einsatzes eines Kollegen im Gazastreifen stehen. Es soll aber der Blick auch geweitet werden auf die ganze Region, auch mit der Fragestellung, was internationale Solidarität in der Praxis bedeuten kann.

    Herzliche Einladung an alle, die Interesse haben!

    Der Eintritt ist frei. Es werden Spenden für das Al Awda Gesundheitszentrum im Rahmen des Solidaritätspaktes zwischen Al Awda und der ICOR gesammelt.

  • Das Spitalsystem wird kollabieren – ein Kommentar

    von Bernd Hontschik / erschienen bei Infosperber

    Fürsorge und Profitstreben passen nicht zusammen. Das wusste ein Nobelpreisträger – aber die Politik ignoriert es.

    Das deutsche Gesundheitswesen kommt nicht zur Ruhe. Was heute verkündet wird, ist morgen schon wieder verworfen. Das Chaos begann 2022 mit einer angekündigten Revolution. Gesundheitsminister Karl Lauterbach hatte eine 17-köpfige Kommission berufen, die einen Weg aus der alarmierenden Situation der Spitäler finden sollte. 
    Wegen der Fallpauschalen (DRGs) diktierte das Gewinninteresse den medizinischen Alltag, eine massenhafte Flucht aus den Pflegeberufen war eingetreten, das ärztliche Personal klagte über unerträglichen ökonomischen Druck bei der Arbeit, und die undurchdringliche Trennung zwischen ambulanter Medizin und den Kliniken verursachte eine grandiose Verschwendung von personellen und finanziellen Ressourcen. 
    «Es brennt lichterloh», sagte Tom Bschor, der Vorsitzende der Regierungskommission, das Gesundheitswesen sei in eine gefährliche Schieflage geraten, und ohne grundlegende Veränderungen werde das ganze System alsbald «kollabieren».


    Ein Wortungetüm wird Gesetz …
    Mit den Vorschlägen der Kommission trat Karl Lauterbach 2022 an die Öffentlichkeit. Statt der reinen Finanzierung über Fallpauschalen sollte ein Zwei-Säulen-System von Vorhaltepauschalen (60 Prozent) und Fallpauschalen (nur noch 40 Prozent) entstehen. Vorgeschlagen wurden 128 Leistungsgruppen, um Versorgungsqualität definieren zu können.
    Eine Einteilung der Spitäler in drei Versorgungsstufen (Grundversorgung, Regelversorgung, Maximalversorgung) sollte verhindern, dass Krankenhäuser Behandlungen vornehmen, für die sie nicht eingerichtet sind, für die aber viel Geld winkt: Ohne Katheterplatz keine Herzinfarktbehandlung, ohne Stroke-Unit keine Schlaganfallbehandlung, ohne zertifiziertes Zentrum keine Krebsbehandlung. Das Ganze nannte Lauterbach das «Gesetz zur Verbesserung der Versorgungsqualität im Krankenhaus und zur Reform der Vergütungsstrukturen» (Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz — KHVVG). Was für ein Wortungetüm! 
    Wie zu erwarten war, gab es viele Reaktionen – von vorsichtiger Zustimmung einiger Krankenkassen bis zu pauschaler Ablehnung wie zum Beispiel vom damaligen bayerischen Gesundheitsminister Klaus Holetschek, der das Ganze als «unzumutbar und nicht akzeptabel» bezeichnete, denn das sei ein «zentral gesteuertes, quasi planwirtschaftliches und hochtheoretisches System», mit enormer Bürokratie verbunden. Man greife in die Hoheit der Länder ein, ergänzte er entsetzt. 
    Nachdenklichere Stimmen hingegen zweifelten zwar nicht an der Notwendigkeit einer Reform, befürchteten aber eine Beschleunigung des Spitalsterbens, insbesondere von kleineren Häusern auf dem Land, was für die Kranken immer weitere Wege zu einer Versorgung nach sich ziehe. Die halbherzige Reduktion der Fallpauschalen bezeichneten sie als gefährlich. 


    … und sogleich wieder verwässert
    Es dauerte bis Anfang 2025, bis die zum Teil längst zerredeten Reste des Gesetzes endlich in Kraft treten konnten. Die neue Bundesregierung machte sich aber rasch an die Arbeit, das Konzept noch weiter zu verwässern. Sie nannte es das «Krankenhausreformanpassungsgesetz» (KHAG), wie erfinderisch! 
    Es hat keinen Sinn, sich mit all den Streitereien, Sitzungen und Kommissionen seitdem zu beschäftigen, denn sie haben bis jetzt nicht viel zustande gebracht. In der Koalition herrscht Dissens, und die Bundesländer sehen sich an den Rand gedrängt. Man hat inzwischen gar nicht mehr den Eindruck, dass es um Gesundheit und Krankheit geht, um Krankenhäuser. Die eigentliche grundlegende Problematik ist völlig aus den Augen geraten, nämlich die Profitorientierung. 


    Spitäler müssen gemeinnützig sein

    Der berühmte Nobelpreisträger Bernard Lown sagte dazu einmal: «Ein profitorientiertes Gesundheitswesen ist ein Oxymoron, ein Widerspruch in sich. In dem Augenblick, in dem die Fürsorge dem Profit dient, hat sie die wahre Fürsorge verloren.» 
    Was wäre also zu tun? Spitäler müssten allein nach ihrem Auftrag finanziert werden. Sie müssten Teil der staatlichen Daseinsvorsorge sein, ihre Rechtsform muss eine gemeinnützige sein. Gewinne im Krankenhaus müssten im System bleiben und reinvestiert werden.
    Börsennotierter Privatbesitz muss im Spitalbereich tabu sein. Die konkrete Medizin am Krankenbett muss von jedem ökonomischen Diktat befreit werden. Erst wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, kann man von einer Krankenhausplanung sprechen, die diesen Namen verdient. Davon kann man aber weder im KHVVG noch im KHAG auch nur ein Wort finden

  • Freiheit für Dr. Hussam Abu Safiya

    Freiheit für Dr. Hussam Abu Safiya

    E-Mail an die israelische Botschaft und das Auswärtige Amt – erschienen auf https://www.ippnw.de/aktiv-werden/kampagnen/freiheit-fuer-dr-hussam-abu-safiya.html

    Der Kinderarzt Dr. Hussam Abu Safiya wurde im Dezember 2024 in Gaza verhaftet, als das israelische Militär das Kamal-Adwan-Krankenhaus stürmte. Abu Safiya ist Leiter des Krankenhauses und eine der bekanntesten Stimmen des zerstörten Gesundheitssektors im besetzten Gazastreifen. Von verschiedenen Seiten haben wir Kenntnis erhalten, dass der Gesundheitszustand von Dr. Abu Safiya im Ktzi’ot-Gefängnis lebensbedrohlich ist. Laut Physicians for Human Rights Israel (PHRI) hat sich sein Gesundheitszustand verschlechtert und er schwebt in akuter Lebensgefahr. Neben Dr. Abu Safiya werden weitere 13 Ärzte sowie Dutzende von Krankenschwestern und Rettungssanitätern ebenfalls in unrechtmäßiger Haft festgehalten. Nach Informationen des Anwalts des Kinderarztes nach seinem Besuch am 2. Juli 2026 im Nitzan-Gefängnis wies Dr. Abu Safiya frische, schwere Verletzungen am Kopf, um die Augen sowie an Ohren und Hals auf. Laut Angaben des Anwalts hatte Dr. Abu Safiya Schwierigkeiten zu atmen und fortlaufend zu sprechen. Er wirkte extrem schwach, hatte Mühe, aufrecht zu sitzen, ohne umzufallen, und schien mehrfach kurz vor einer Bewusstlosigkeit zu stehen.

    Bitte schreiben Sie an den israelischen Botschafter in Berlin Ron Prosor (in cc an das Auswärtige Amt) und bitten Sie ihn, sich für die Freilassung des Arztes und der anderen inhaftierten Mitarbeiter*innen des Gesundheitswesens einzusetzen:

    ambassador-asst[at]berlin.mfa.gov.il und buergerservice[at]diplo.de 
    Wenn Sie möchten, nehmen Sie uns mit wilmen[at]ippnw.de in CC.

    Sie können die von uns vorgeschlagene Muster-E-Mail (zu finden auf der oben genannten Internetseite von IPPNW) kopieren und bei Bedarf anpassen oder per Klick direkt in Ihr E-Mail-Programm übernehmen (dazu sollte Ihr E-Mail-Programm geöffnet sein). Bitte ergänzen Sie Ihren Namen.

    Leiten Sie diese Aufforderung gerne auch an Ihre Kolleg*innen und andere Angehörige des Gesundheitswesens weiter. 

    Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

  • Solidaritätserklärung der Gesundheitsplattform mit der IPPNW Köln

    „Die Gesundheitsplattform im Internationalistischen Bündnis protestiert entschieden gegen das Raumverbot für die Veranstaltung der IPPNW Köln zur humanitären Gaza-Hilfe durch die Uniklinik Köln. Wir erklären uns mit der IPPNW Köln solidarisch und sind empört, wie hier mit fadenscheinigen Begründungen die dringend notwendige Soforthilfe und der Wiederaufbau des Gesundheitswesens in Gaza objektiv sabotiert wird.
    Das Raumverbot muss durch einen breiten Protest fallen und unsere Solidarität muss jetzt erst recht organisiert und der Zusammenschluss aller solidarischen Kräfte organisiert werden.“ – 01.07.2026

  • Die moderne Kriegsführung und die Wissenschaft

    Von Prof. Dr. Josef Lutz, Chemnitz 27.04.2025


    Im Krieg USA und Israel gegen den Iran und Libanon wurden Universitäten bombardiert, Hochschullehrer gezielt durch Drohnenangriffe getötet. Woran liegt das, warum Universitäten? Warum wird mittlerweile von Scholastizid gesprochen – der Begriff ist eine Zusammensetzung aus scholastic (schulisch/akademisch) und dem Suffix -cide (tötend/vernichtend), ähnlich Genozid?

    Die veränderte Kriegsführung

    Ukraine-Krieg und Iran-Krieg haben die imperialistische Kriegsführung verändert. Raketen und Drohnen spielen eine maßgebliche Rolle, sowie auch deren Abwehr. Viel berichtet wird über den israelischen „Iron Dome“. Die Herstellung einer einzelnen Iron-Dome-Batterie kostet rund 100 Millionen Dollar. Israel soll mindestens zehn Einheiten im Einsatz haben. Die Kosten pro Abfangrakete betragen 35.000 bis 50.000 US-Dollar. Da normalerweise auf jedes Ziel zwei Abfangraketen gleichzeitig abgefeuert werden, liegen die Kosten pro Abfangversuch bei bis zu 100.000 US-Dollar[1]. Die israelische Rüstung funktioniert nur mit massiver Finanzhilfe aus USA und Deutschland.  

    Ballistische Raketen in einer Höhe von über 100 Kilometern kann das System Arrow 3, das Deutschland für 3,6 Milliarden Euro aus Israel kauft, abfangen. Ein einzelner Schuss mit Arrow 3 kostet mehrere Millionen Euro[2]. Das Patriot System von Raytheon & Lockheed, USA, kostet 400 Millionen US-Dollar ohne Raketen, eine einzelne Rakete (ein Schuss) kostet zwischen 3,4 und 8 Millionen US-Dollar[3]. „Der Krieg gegen den Iran scheint die Bestände so stark dezimiert zu haben, dass die USA nun bei ihren Verbündeten die Flugabwehr abziehen“[4], dies betrifft Südkorea. Der Iran hat eine Unzahl wesentlich billigerer Raketen und v.a. Drohnen eingesetzt, deren Produktion nur einen kleinen Bruchteil ihres Abschusses kostete. Die Möglichkeit zur Luftabwehr der Golfstaaten und auch zur Verteidigung amerikanischer Stützpunkte wurde weitgehend verschossen. Das ist auch ein Grund für die Krise der US-Kriegsführung und die folgende Drohung mit Atomwaffen.

    Wissenschaftler und Techniker spielen eine entscheidende Rolle an der elektronisch und informationstechnisch dominierenden Kriegsführung. Es wird damit verständlich, warum sie und ihre Einrichtungen sowohl im Focus der Bomben und Drohnen als auch der Umwerbung durch das eigene imperialistische Land stehen.

    Gezielte Bombardierung von Universitäten

    Bombardiert wurden die Isfahan University of Technology in Isfahan und die Iran University of Science and Technology, die Amirkabir University of Technology in Teheran, weiter Iran’s größtes pharmazeutisches R&D Center, Tofiq Daru, und danach noch das Pasteur Institute of Iran, über 30 iranische Forschungseinrichtungen (Stand 14.3.26), dazu die Sharif University of Technology im Libanon, in Beirut. Die Summe zeigt, dass es nicht Irrläufer sind, sondern Universitäten gezielt ausgewählt wurden.

    Im Libanon wurden Hussein Bazzi, Direktor der naturwissenschaftlichen Fakultät der Libanesischen Universität Hadath, und Professor Mortada Srour mittels eines Drohnenangriffs getötet.[5] Die Stuttgarter Zeitung stellt lapidar fest: „Der Campus liegt am Rand der südlichen Vororte Beiruts. Das Gebiet gilt als Hochburg der pro-iranischen Hisbollah.“ Sie legt nahe, eben Pech gehabt.

    Hussein Bazzi, 38, promovierte in Chemie und Materialphysik an der Pierre and Marie Curie University in Frankreich, er ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher Artikel in internationalen Fachzeitschriften, Spezialgebiet Nanopartikel und Materialien für Zahnersatz. Mortada Srour, Physikprofessor, ist ebenfalls Autor zahlreicher wissenschaftlicher Artikel. Israel rechtfertigt, er sei ein Mitglied der Luftwaffeneinheit der Hisbollah (Einheit 127) gewesen. Der israelische Militärsprecher Avichay Adraee droht: “Viele andere Hisbollah Mitglieder arbeiten auch als Lehrer in verschiedenen libanesischen Universitäten.”[6]

    Es lässt sich aus der Rechtfertigung schließen, dass die beiden gezielt ermordet wurden. Akademiker scheinen eine besondere Zielgruppe im Genozid zu sein. In Gaza wurden höchstwahrscheinlich Tausende von Lehrkräften und StudentInnen getötet und deren Campusse zerstört.

    Die „International Union of Scientists“ verbreitet einen Appell an die UNO:  „Wissenschaftliche Einrichtungen im Iran schützen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen“[7]. In ihrem Appell heißt es: „Mit besonderer Besorgnis nehmen wir die Angriffe auf unsere iranischen und libanesischen Kollegen, ihre Universitäten, Institute und Labore zur Kenntnis… Die Verantwortlichen für rechtswidrige Angriffe auf geschützte zivile Einrichtungen müssen ermittelt und durch unparteiische Rechtsmechanismen zur Rechenschaft gezogen werden.“ Zum 15.4. ist er von 1406 Wissenschaftlern weltweit unterzeichnet, darunter zwei Nobelpreisträgern. Auffällig ist eine hohe Beteiligung von US-Wissenschaftlern.

    Scholastizid und Genozid

    Der Begriff „Scholastizid“[8] bedeutet, dass nicht nur Menschen ermordet, sondern auch Universitäten, Schulen, Bibliotheken, Archive und Forschungsinfrastrukturen systematisch zerstört werden. Wenn Studierende, Lehrende und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ermordet werden, wird dann nicht damit ihr institutionelles Gedächtnis, intellektuelle Kontinuität und gesellschaftliche Zukunft vernichtet?[9]

    Die American Historical Association hat auf ihrer Hauptversammlung mit 4000 Mitgliedern am 6. Januar 2025 den Begriff Scholastizid in die wissenschaftliche Welt eingeführt. Es war eine Kampfabstimmung. Die Resolution wurde mit 428 zu 88 Stimmen angenommen.[10]

    Wir sehen hier die Besonderheiten der Wissenschaftler in Zeiten von eskalierenden Kriegen und Faschismus. Wissenschaft und Technik sind elementare Bestandteile der Aufrüstung geworden. Aber gerade an US-amerikanischen Universitäten ist die Ablehnung dieses Kriegs groß. Wissenschaftler sind in internationalem Austausch und kennen Kollegen aus vielen Ländern. Die Angriffe auf Kollegen und ihre Familien betreffen uns.

    Militarisierung in Deutschland

    Im Februar 2025 gab Leibinger, BDI Präsident, in seinem Vortrag auf der Münchner Sicherheitskonferenz in seinem Grundsatzbeitrag „Verteidigung ist eine Haltungsfrage“ die Richtlinie aus: Es braucht das richtige „Mindset“ (!) für Aufrüstung und Krieg[11]. Offenbar ist es noch nicht da. Mindset heißt übersetzt: die Geisteshaltung setzen. Wer denkt da an Gehirnwäsche? Aber leitende Medien und Institutionen setzen die Ausrichtung um.

    Schon Habeck („Die Grünen“, Wirtschaftsminister bis Mai 2025) hatte zuvor gefordert, nach dem Vorbild Israels die Gründung von Hightech-Rüstungs-Start-ups ausgehend von Hochschulen zu fördern; Einschränkungen der Militärforschung an Hochschulen durch „Zivilklauseln“ seien im Weg[12]. Seine Nachfolgerin, Katherina Reiche (CDU), führt diese Linie fort. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz im Februar 2026 erklärte sie es zu ihrem „besonderen Anliegen“, Kooperationen von Start-ups mit großen Unternehmen der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie „zu flankieren“[13]. Forschungsministerin Dorothee Bär (CSU) richtet ihre „Hightech-Agenda Deutschland“ auf eine engere Verzahnung von Forschung und Rüstung aus.

    Die Ablehnung des Militarismus hat aber in Deutschland eine besondere Tradition. Die Wiederbewaffnung konnte nur gegen großen Widerstand durchgesetzt werden. Die Antwort auf Proteste gegen Krieg und Völkermord sind Disziplinierung der Wissenschaftler und Studierenden, Raumkündigungen für kritische Wissenschaftler, konstruierte Antisemitismusvorwürfe, erste Fälle von Berufsverbot, mehrere Beispiele sind auf der Homepage der Offenen Akademie. Diese hat den Anspruch, zur Entwicklung einer Solidaritätsbewegung beizutragen. Ihre Petition: „Nein zur Rechtsentwicklung und Militarisierung in Schulen, Hochschulen und Kultureinrichtungen im Namen der ‚Kriegstüchtigkeit‘!“ fand bislang 19.310 Unterstützer.

    Zum „Mindset“ seien Herrn Leibinger die Worte des Dichter Berthold Brecht von 1937 gewidmet:

    General, dein Tank ist ein starker Wagen.

    Er bricht einen Wald nieder und zermalmt hundert Menschen.

    Aber er hat einen Fehler:

    Er braucht einen Fahrer.

    General, dein Bomberflugzeug ist stark.

    Es fliegt schneller als ein Sturm und trägt mehr als ein Elefant.

    Aber es hat einen Fehler:

    Es braucht einen Monteur.

    General, der Mensch ist sehr brauchbar.

    Er kann fliegen und er kann töten.

    Aber er hat einen Fehler:

    Er kann denken.

    Man könnte 2026 eine Strophe vor der letzten ergänzen:

    General, deine Drohne ist ein High-Tech Produkt.

    Sie fliegt weit und kann hundertfach töten.

    Aber sie hat einen Fehler:

    Sie braucht einen Entwickler.

    Allen Studierenden sei geraten, nicht auf die verlockenden Jobangebote der Rüstungsfirmen einzugehen. Die Sicherheitsüberprüfungen sind fürchterlich, und ausländische Studierende haben kaum eine Chance. Es sei auch allen Kollegen in der Wissenschaft geraten, Projekte mit militärischem Hintergrund abzulehnen, und sei deren Finanzierung auch noch so verlockend. Dies sollte genutzt werden, denn zu befürchten ist, dass Rüstungsforschung vorgeschrieben wird – siehe das bayrische Hochschulgesetz[14],[15]. Dagegen klagte ein breites Bündnis von über 200 Personen und Organisationen dagegen, darunter die GEW Bayern und Rolf Gössner, Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Offenen Akademie. Die Klage erzielte zwar einen Teilerfolg[16],[17], es ist aber davon auszugehen, dass Leibinger, Habeck, Reiche und Co ihre Absichten nicht aufgeben. Wesentlich für Wissenschaftler ist, sich an den Protesten gegen imperialistische Kriege zu beteiligen und ihr besonderes Ansehen und ihre Kenntnisse einzubringen.

    [1]www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/israel_setzt_neues_raketenabwehrsystem_ein_1.10214875.html

    [2] www.businessinsider.de/wirtschaft/deutschlands-raketenabwehr-arrow-3-ein-schuss-kostet-millionen/

    [3] https://de.wikipedia.org/wiki/MIM-104_Patriot

    [4] https://www.flugrevue.de/usa-ziehen-raketenabwehr-ab/

    [5] https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.beirut-staatsmedien-zwei-tote-bei-israelischem-angriff-auf-universitaet-im-libanon.ae74fbf0-1fa9-471a-bc02-9c3138c2d289.html

    [6] https://today.lorientlejour.com/article/1499031/what-we-know-about-the-two-professors-killed-in-the-lebanese-university-hadath-strike.html

    [7] https://www.iuscientists.org/sign-letter-protect-scientific-institutions-in-iran/?ref=international-union-of-scientists-newsletter

    [8] https://www.palestinemission.at/single-post/die-zerst%C3%B6rung-der-akademischen-welt-im-gazastreifen-ist-nicht-zu-ermessen

    [9] https://etosmedia.de/gesellschaft/scholastizid-und-deutsche-wissenschaft-eine-bestandsaufnahme/

    [10]https://www.reddit.com/r/anime_titties/comments/1hvie85/historians_group_votes_to_condemn_scholasticide/?tl=de

    [11] https://bdi.eu/artikel/news/muenchner-sicherheitskonferenz-new-defense-wie-wir-das-potenzial-unserer-industrie-maximieren-koennen

    [12] https://www.handelsblatt.com/unternehmen/mittelstand/habeck-im-interview-zu-militaerforschung-so-koennen-wir-nicht-weitermachen-03/100018814.html

    [13] https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2026/02/20260213-bundeswirtschaftsministerin-reiche-bei-der-muenchener-sicherheitskonferenz.html

    [14] https://www.verkuendung-bayern.de/gvbl/2024-257/

    [15] https://www.unsere-zeit.de/militarisierung-der-bildung-per-gesetz-4801488/

    [16] https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/Y-300-Z-BECKRS-B-2026-N-3584

    [17] https://dfg-vk-bayern.de/verfassungsgericht-stoppt-zwang-zur-bundeswehr-kooperation-an-hochschulen/

  • Vorstellung der Gesundheitsplattform

    Vorstellung der Gesundheitsplattform

    Liebe Kolleginnen und Kollegen im Gesundheitswesen,

    Wie nie zuvor erleben wir in den letzten Jahren eine krisenhafte Entwicklung im Gesundheitswesen und in der Gesellschaft. Das früher noch relativ gut organisierte soziale Netz und Gesundheitswesen wird zunehmend ausgehöhlt und die Arbeitsbedingungen verschlechtern sich. Das ruft Protest und Widerstand hervor. Damit belebt sich auch die Diskussion über ein künftiges Gesundheitssystem.

    Wir sind konfrontiert mit einer starken Zunahme von Massenkrankheiten wie psychosomatische und psychische Leiden, Immunstörungen, Krebskrankheiten, Diabetes, Adipositas, Herz-Kreislaufkrankheiten. Die Ursachen liegen einerseits in der Umweltkrise und in der tiefen gesellschaftlichen Krise. Viele leben ständig unter krankmachendem Umweltbedingungen und Dauerstress. Auch der fehlende soziale Zusammenhalt, der Dauerbeschuss durch „soziale Medien“, die allgegenwärtige Gewalt machen krank. Ein besonderer Einschnitt war die „Corona-Krise“. Parallel mit dem Sozialabbau findet gleichzeitig ein Umbau und Abbau des Gesundheitswesens statt. Man kann inzwischen von einem Übergang zu einer globalen Gesundheitskrise sprechen.

    2020 war die Geburtsstunde der „Corona-Rundbriefe“ der Mediziner-Plattform – mit kritischen Analysen zu Covid-19 und zur Pandemie-Politik. Die Rundbriefe wurden zunehmend auch zu einem Forum für kritische Beiträge zu anderen Fragen der Medizin und Gesundheitspolitik:

    • zur Militarisierung des Gesundheitswesens,
    • zu Fehlentwicklungen eines kommerzialisierten Gesundheitswesens
    • zu Kämpfen und zum Widerstand von Beschäftigten des Gesundheitswesens
    • zu medizinischen Fortschritten und zur Kritik an einer profitbestimmten Medizin
    • auch zu einer Studie über die Langzeitfolgen der PCB-Vergiftung, die mit Bergleuten zusammen erstellt wurde.
    • oder für einen Aufruf zur praktischen Solidarität mit den Menschen in Gaza etc.

    Diese Ansätze wollen wir jetzt mit der Organisierung und mit einer Homepage der künftigen „Gesundheitsplattform“ weiterentwickeln. Wir fühlen uns dabei eng mit anderen Bewegungen und Organisationen verbunden, die die begonnen haben, sich unter dem Dach des Internationalistischen Bündnis im Kampf für eine bessere Welt zusammenschließen – gegen Faschismus, Krieg, Umweltzerstörung.

    Angesichts der dramatischen Krisenentwicklung herrschen bei vielen Menschen heute noch Verunsicherung, Verwirrung und eine Negativstimmug vor. Offensichtlich wächst aber bei vielen Kolleg/innen – auch im Gesundheitswesen – das Bedürfnis nach Bewusstheit, Austausch, Zusammenarbeit und nach einer Perspektive, wie uns für ein besseres Gesundheitssystem und für eine bessere Welt einsetzen können.

    Wir möchten Sie und Euch einladen – alle Kolleg/innen und Bündnispartner im Gesundheitsbereich – sich an dem spannenden Aufbau der Gesundheitsplattform im Internationalistischen Bündnis mit Rat und Tat zu beteiligen!

  • Was ist das Internationalistische Bündnis

    Was ist das Internationalistische Bündnis

    Internationalistisch, antifaschistisch, (klassen)kämpferisch, ökologisch und revolutionär!

    Das InterBündnis wurde am 2. Oktober 2016 in Berlin gegründet. Wir sind eine überparteiliche Bewegung aus 40 Trägerorganisationen und 40.000 eingetragenen Unterstützer*innen in vielen Städten im gesamten Bundesgebiet, die sich zusammengeschlossen haben gegen die Rechtsentwicklung der Regierungen, der bürgerlichen Parteien und Teilen der Gesellschaft in Deutschland, gegen Faschismus und Krieg und für eine gesellschaftliche Alternative, trotz teils unterschiedlicher Vorstellungen und ideologischer Ausrichtung. Denn ohne Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse kann in der heutigen Zeit keine der bennendsten Zukunftsfragen gelöst werden. Wir entwickeln eine gemeinsame organisierte Zusammenarbeit auf Grundlage des Kampfes und unserer Grundsätze in den vielfältigen Fragen, in denen wir uns einig sind.

    Das Bündnis hat eine demokratische Arbeitsweise und Prinzipien, eine solidarische Streitkultur und ist finanziell unabhängig.

    Wir arbeiten allseitig im Interesse der werktätigen Menschen und kämpfen mit ihnen gemeinsam. Unsere Trägerorganisationen und Unterstützer*innen kommen aus den verschiedensten politischen und gesellschaftlichen Bereichen. Wir kämpfen mit Umwelt-, Jugend- und kommunalpolitischen Aktivist*innen ebenso zusammen, wie mit Arbeiter*innen, Gewerkschafter*innen, der Frauen-, der Migrantenbewegung und Antifaschist*innen. Die verschiedenen Erfahrungen sammeln und analysieren wir unter anderem in unseren Plattformen.

    Siehst Du / sehen Sie das genauso? Dann sind Sie / seid Ihr im InterBündnis genau richtig.

    Jede*r wird gebraucht, ob Einzelperson, Schülerinitiative, lokale oder bundesweite Organisation. Wir sind für alle fortschrittlichen und revolutionären Kräfte offen. Werde / werden Sie Teil der Bewegung des InterBündnis und aktiv vor Ort oder in den Plattformen!

    Solltet Ihr / Sollten Sie noch nicht in unserem Verteiler sein, aber aktuelle Informationen über das Internationalistische Bündnis, nehmt Kontakt mit uns auf!

    Das InterBündnis ist Mitinitiator und Träger der Bewegung „Gib Antikommunismus keine Chance!“, die ein zentraler Bestandteil unserer Aktivitäten ist.